Ja es wird hart! Mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit kommt die Rentenversicherung für alle Selbständige!

Rund drei Millionen Selbstständige haben keine Vorsorge fürs Alter. Arbeitsminister Heil will sie jetzt per Gesetz in den Kreis der Abgesicherten aufnehmen – und in das System einzahlen lassen.

In ein System von dem wir alle Wissen, das System kollabiert eh bald!

Es gibt jedoch eine Trick, den Sie bereits jetzt anwenden sollten, damit Sie nicht in die gesetzlichen Rentenversicherung eintreten müssen!

Darüber sollten wir Reden!

Doch was ist passiert?

  • Nach dem Willen von Arbeitsminister Heil (SPD) sollen Selbstständige künftig dazu verpflichtet werden, in die Rentenversicherung einzuzahlen oder aber anderweitig für das Alter vorzusorgen.
  • Ein Gesetzesentwurf wurde bereits eingereicht.
  • Es sei wichtig, vorher schon die Grundrente für Bedürftige einzuführen, sagte er weiter. Bei dem Thema gibt es noch Streit zwischen Union und SPD.

Selbstständige sollen laut Hubertus Heil (Bundesarbeitsminister) dazu verpflichtet werden, privat oder über die gesetzliche Rentenversicherung für das Alter vorzusorgen. Nach seinen Angaben gibt es rund drei Millionen Selbstständige, die im Alter nicht abgesichert sind.

Künftig müssten Selbstständige entweder „Mitglied in einem Versorgungswerk sein wie beispielsweise Ärzte und Anwälte, durch die Rürup-Rente abgesichert sein oder eben in die gesetzliche Rentenversicherung eintreten“, sagte Heil. „Auch für Selbstständige muss gelten, dass man nach einem Leben harter Arbeit abgesichert ist. Deshalb ist es auch für Selbstständige wichtig, dass wir vorher die Grundrente einführen“, betonte der Minister.

Streit über Bedürftigkeitsprüfung bei Grundrente

Heil hat dazu im Mai einen Gesetzentwurf vorgelegt. Mit der Grundrente will die große Koalition Senioren mit Minirenten besserstellen, wenn sie mindestens 35 Beitragsjahre vorweisen können. Union und SPD streiten aber darüber, ob es dabei eine Bedürftigkeitsprüfung geben soll oder nicht.

Rentenversicherungspflicht für Selbständige –
Einigung im Koalitionsvertrag 2018 zwischen CDU, CSU und SPD

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass eine Rentenversicherungspflicht für Selbständige kommt.

Nachdem das Thema Altersvorsorgepflicht für Selbständige bereits einige Jahre in der Politik diskutiert wurde, hat sich die SPD in den Koalitionsverhandlungen bzgl. dieses Punktes nun durchgesetzt.

Rentenversicherungspflicht Selbständige – Wahlrecht

Selbständige sollen demnach wählen können, ob Sie sich in der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer anderen geeigneten Vorsorgeart versichern.
Als geeignet wird dabei eine Rentenvorsorge bezeichnet, die insolvenz- und pfändungssicher ist und in der Regel zu einer Rente oberhalb der Grundsicherung führt.
Diese Vorgaben dürfte ausschließlich die staatlich geförderte Basisrente erfüllen?

Opt-out-Lösung – Rentenversicherungspflicht Selbständige

Opt-out oder Opting-out ist englisch und steht für „nicht teilnehmen“. Selbständige werden also voraussichtlich einmalig vor die Wahl gestellt, ob Sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder sich für eine alternative Vorsorgeform in Form einer Basisrente entscheiden möchten.

Rentenversicherungspflicht Selbständige – Erleichterung für Existenzgründer

Nach dem Entwurfstext im Koalitionsvertrag ist davon auszugehen, dass es eine Erleichterung für Existenzgründer geben wird.
Diese könnte zum Beispiel so aussehen, dass Existenzgründer in den ersten Jahren nur einen ermäßigten Beitragssatz an die Rentenversicherung bezahlen müssen.

Gesetzliche Rentenversicherung – umlagefinanziertes System

Wer sich nach Einführung der Rentenversicherungspflicht für Selbständige zur gesetzlichen Rentenversicherung entscheidet, verlässt sich auf das staatlich geregelte, umlagefinanzierte System.
Umlagefinanziert bedeutet, dass die eingezahlten Gelder nicht angelegt werden, sondern direkt an die heutigen Rentner ausbezahlt werden. Es ist also kein angespartes Kapital vorhanden, sondern die Berufstätigen von heute finanzieren die Rente der heutigen Rentner.
Alle die zukünftig in Rente gehen, verlassen sich darauf, dass es dann immer noch ausreichend Beitragszahler gibt, um das jetzige Rentenniveau zu halten.
Die meisten Wissenschaftler bezweifeln die Tragfähigkeit dieses Systems in der jetzigen Form, aufgrund der Altersstruktur der deutschen Bevölkerung.

Die Bevölkerungspyramide des statistischen Bundesamtes zeigt sehr schön, welche herausfordernde Bevölkerungsentwicklung Deutschland bevorsteht.

Hier sollten wir vorher etwas unternehmen!

Basisrente, Rürup Rente – kapitalgedecktes System

Bei der staatlich geförderten Basis- oder Rürup Rente handelt es sich um einen privatrechtlichen Altersvorsorgevertrag, bei dem das eingezahlte Geld abzüglich Kosten bei einem Versicherer angelegt wird. Das Kapital ist also zum Renteneintritt real vorhanden und steht rechtlich ausschließlich dem Vertragsinhaber zu. Das Rentenniveau einer Rürup Rentenauszahlung ist in keinster Weise von der Bevölkerungsentwicklung abhängig.

Frühzeitige Orientierung sinnvoll

Selbständige sollten sich jetzt frühzeitig mit den unterschiedlichen Modellen auseinandersetzen und beide Optionen gegeneinander abwägen.

Rentenversicherungspflicht Selbständige – Gesetzesgrundlage

Der entsprechende Passus zur Rentenversicherungspflicht für Selbständige findet sich im Koalitionsvertrag vom 07.02.2018 in den Zeilen 4304 bis 4314.

Darin heißt es:

„Um den sozialen Schutz von Selbstständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z. B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbstständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Opt-out-Lösung – anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können. Wobei diese insolvenz- und pfändungs sicher sein und in der Regel zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen müssen. Zudem werden wir die Mindestkrankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige reduzieren. Die Renten- und Krankenversicherungsbeiträge sollen gründerfreundlich ausgestaltet werden.“

Dieser Text dient nun als Grundlage für eine Gesetzesfindung zur Rentenversicherungspflicht für Selbständige. Das Vorhaben soll im Laufe der kommenden Legislaturperiode umgesetzt werden.

Claus Kriebel (Der Geldprofessor) vermute:

Der Beitrag wird -sehr einfach- 18,6% vom Gewinn betragen. Wobei dieser Satz aus demografischen Gründen die nächsten Jahre ansteigen wird. Das ist für alle Seiten übersichtlich, technisch machbar und vor allen Dingen politisch leicht durchsetzbar.

Aber wie oben erwähnt gibt es einen Joker, den jeder Selbständige jetzt sofort nutzen sollte! Nutzen Sie meine 40 Jährigen Erfahrung und lassen sich vor dieser Falle bewahren!

Quellen : Claus Kriebel

Rheinische Post

Süddeutsche Zeitung

Der Spiegel

Bijan Kholghi



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